Doktorarbeit (fast) abgeschlossen

Meine Dissertationsschrift "Die Szenografie der Wildnis - Immersive Techniken in zoologischen parks im 20. Jahrhundert" habe ich erfolgreich verteidigt. Nun wird an der Publikation gearbeitet, die voraussichtlich im Frühjahr 2019 erscheint.

Zum Thema Animals and Landscape halte ich einen Vortrag unter dem Titel "Scenography of the Wilderness" in Teviso, Italien.

"The 2018 days offer the opportunity to reflect on the role animals have always played in designing and caring for landscape and on their significance, either seen as allies or enemies.

From the essential presence of the fauna in the vocabulary and life of historical gardens, to the depictions of the animal kingdom in art, in zoological collections, in artificial landscapes, up to the most varied and necessary interactions with the built landscape – both urban and rural – of the contemporary world, animals will take centre stage in a debate facilitated by art historians and philosophers, landscape designers and agronomists, architects, ethnographers, geographers, directors."

Thursday 15th February

introduction to the Study Days, Luigi Latini e Simonetta Zanon

Animals in man’s gardens

Margherita Azzi Visentini, Serge Briffaud, Monique Mosser

Animals on stage

Jean Estebanez, Christina May, Federico L. Silvestre, Jan-Erik Steinkrüger

The second life, looking at the life of animals

Davide Gambino

 

Friday 16th February

Animals in the built landscape

Gabriele Bovo, Hervé Brunon, Pauline Frileux, Andrea Ghisoni, Owain Jones, Dirk Sijmons, Mauro Veca

The dog’s tail and the hermit crab’s strategy

Gilles Clément

 

speakers

Margherita Azzi Visentini, Istituto Veneto  di Scienze, Lettere e Arti, già Politecnico  di Milano;

Gabriele Bovo, Città Metropolitana di Torino, Servizio Pianificazione e Gestione Rete Ecologica;

Serge Briffaud, École nationale supérieure d’architecture et de paysage de Bordeaux;

Hervé Brunon, Centre André Chastel, Paris;

Gilles Clément, paysagiste, Paris;

Jean Estebanez, Université Paris-Est Créteil, département de géographie;

Pauline Frileux, École nationale supérieure de paysage, Versailles;

Pauline Frileux, École nationale supérieure de paysage, Versailles;

Davide Gambino, regista, Palermo–Bruxelles;

Andrea Ghisoni, dottore in architettura, Milano;

Owain Jones, Bath Spa University, College of Liberal Arts;

Christina May, storica dell’arte, Ahrenshoop;

Monique Mosser, École nationale supérieure d’architecture de Versailles, Centre André Chastel, Paris (Honoraria);

Dirk Sijmons, H+N+S Landscape Architects, Amersfoort;

Federico L. Silvestre, Università di Santiago de Compostela, Dipartimento di Storia dell’Arte;

Jan-Erik Steinkrüger, Università di Bonn, Dipartimento di Geografia;

Mauro Veca, apicoltore urbano, ilmielediElia, Milano.

KUNSTVEREIN ZU ROSTOCK • GALERIE AMBERG 13 • 18055 Rostock

Ausstellung "essentials - Sati Zech und Schüler"

Sati Zech, Helmut Aichele, Kira Fritsch, Felicitas Hoess-Knahl, Matthias Neuthinger, Christa Nothtroff, Bettina Paschke, Christine Reiter, Petra Steeger, Mona Weiskopf, Nina Zeilhofer 

Eröffnung um 19:30 h

mit Worten von Christina May

Infos zur Ausstellung: essentials.pro

Katalog zu Takako Saito erschienen

Der Katalog zu meiner Ausstellung Takako Saito ist im Rahmen der Reihe zur Sammlung Kelter im Staatlichen Museum Schwerin/Ludwigslust/Güstrow erschienen.

Mein Aufsatz "Fragile Spiele" beleuchtet insbesondere die Schachspiele Takako Saitos, aber auch weitere Spiele und Arbeiten, die die japanische Fluxus-Künstlerin seit den 1960er Jahren entwickelt hat. Auch die Performances "Wein-Schach-Spiel" und "You + Me", die im Staatlichen Museum Schwerin 2016 stattfinden sind Gegenstand, ebenso wie die eigens für das Schweriner Museum entwickelte, partizipative Arbeit "Blaue Wand - Himmelswand".

Im Werkverzeichnis werden die umfangreiche Sammlung von Jürgen und Christina Kelter detailliert erfasst und auch die künstlerischen Korrespondenzen Saitos zum Sammlerehepaar gelistet.

Der Katalog ist im Staatlichen Museum Schwerin bestellbar.

ISBN 978-3-86106-123-6

Wismarer DIAlog

Wildnis planen - Innovationen und Immersion im Zoo Design

Zoos erfahren in den letzten Jahren radikale Umgestaltungen. Gitter verschwinden, Kunstfelsen und dichte, elektrisch gesicherte Bepflanzung lassen die Illusion wilder Natur aufkommen. Wie in gebaute Bilder tauchen die Besucher in exotische Landschaften ein, während für die Tiere Wohnräume nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelt werden müssen. Diese Entwicklungen in der Zooarchitektur sind keineswegs neu, sondern seit 1900 bekannt. Immersive Wirkungen und innovative Wohnkonzepte werden daher in ihrer historischen Entstehung analysiert und mit zugrundeliegenden Ideen und Ideologien in Beziehung gesetzt. Schließlich stellt sich die Frage, wie sich der Begriff von Architektur verändert, wenn Wildtiere ihre Nutzer sind.

Datum: Mittwoch, 9.11.2016

Beginn: 18 h

Ort: Campus Wismar, Haus 7a, Hörsaal

Veranstalter: Hochschule Wismar, Fakultät Gestaltung

NDR Eschke Helgoland

Das Bild ist signiert von Hermann Eschke (1823-1900), der nachweislich um 1860 auf Helgoland gewesen ist und dabei wohl Skizzen für das später gefertigte Ölbild gemacht hatte.

Lieb & teuer begibt sich mit Moderatorin Janin Ullmann auf die Spuren Hermann Eschkes. Ein Gemälde Eschkes und Zeichnungen aus dem Staatlichen Museum Schwerin/Ludwigslust/Güstrow stelle ich vor.

Weinschach Schwerin
Takako Saito: Weinschach, Staatliches Museum Schwerin/Ludwigslust/Güstrow

29.09.2016 Takako Saito - Wein- und Ess-Schach

Im Staatlichen Museum Schwerin / Ludwigslust /Güstrow probieren Schachspieler Takako Saitos Weinschach und Eßschach aus. Takako Saito nimmt an der Performance teil.

30.06.2016: Ausstellung Takako Saito

Am 30.06. wird der Neubau der Galerie Alter und Neue Meister des Staatlichen Museums Schwerin eröffnet und die ständige Sammlung neu präsentiert. Die Kabinett-Ausstellung von Takako Saito wird von mir kuratiert. Takako Saito eröffnet ihre Ausstellung mit einer Performance am 30. Juni gegen 17 h.

09.06.2016: Vortrag über Duchamp und Roussel

Der Duchamp-Forschungsstipendiat am Staatlichen Museum Schwerin/Ludwigslust/Güstrow trägt seine neuesten ergebnisse vor. Francesco Miroglio untersucht den Einfluss der Theateraufführung L`impression d`Afrique von Raymond Roussel auf Marcel Duchamps Großes Glas. Ich darf Francescos englischen Vortrag übersetzen und moderieren.

01.06.2016: Neue Stelle beim Künstlerbund

Seit dem 1. Juni arbeite ich als Projektleitung für den Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern e.V. im BBK.

Die Stiftung Mecklenburg lädt am Montag, den 14. März 2016, um 20 Uhr in den Saal des Schleswig-Holstein-Hauses in Schwerin zu einer Midissage anlässlich der Joachim-John-Ausstellung „Da ich doch Zeichner bin“ ein.   Gezeigt wird der Dokumentarfilm „Atelierbesuch“ (15 Min.) von Christina Czymay und Aaron Wendland, die Joachim John zu Hause in Frauenmark bei der Arbeit im Atelier trafen. Anschließend diskutiert der Zeichner und Grafiker Joachim John mit Henry Tesch (früherer Kultusminister und Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Mecklenburg), Dr. Volker Probst (Kurator der aktuellen Joachim-John-Ausstellung im Schleswig-Holstein-Haus und Geschäftsführer der Ernst-Barlach-Stiftung Güstrow) und Christina May (Kunsthistorikerin, Schwerin). Moderiert wird das Gespräch von Holger Kankel, Kulturredakteur der Schweriner Volkszeitung.   Eintritt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.

Congo Gorilla Forest, Wildlife Conservation Society, New York, 2011, Foto: C. May

10. März 2016: "Das bildliche Sehen im Park: Menagerien in der Grafik - Lebende Bilder im Zoo" Rendezvous im Staatlichen museum Schwerin/Ludwigslust/Güstrow

Betrachtungen mit Christina Katharina May, Kunsthistorikerin

Zoos verbinden Natur und Kultur, Städte und Wildnis miteinander und sind damit Orte, die das Mensch-Tier-Verhältnis reflektieren. Auf welchen Schwerpunkt die zoologischen Ausstellungen ausgerichtet sind und nach welcher Systematik sie geordnet werden, hängt im Wesentlichen vom Verständnis biologischer und ökologischer Ordnungen ab. Diese sind zugleich eng mit sozialen und politischen Perspektiven verbunden.

Im Kupferstichkabinett des Staatlichen Museums Schwerin geben Stiche von Peeter Boel Einblick in die Menagerie von Versailles im 17. Jahrhundert. Das Maison de Plaisance der Menagerie war Bestandteil des offiziellen Spaziergangs durch den Schlosspark. Tiere zu betrachten diente nicht nur der Unterhaltung, sondern die Anordnung der Tierhöfe um einen zentralen Aussichtspavillon repräsentierte auch die politischen Ideen des absolutistischen Frankreichs. Auch in der Grafik des 19. Jahrhunderts spielen räumliche Ordnungen und Blickbeziehungen eine bedeutende Rolle. Der Zoologische Garten ist dabei einerseits ein beliebtes Motiv, um mit Farbreichtum zu experimentieren, andererseits auch ein Ort, um die bürgerliche Gesellschaft zu beobachten. Der Bildraum wird zur Bühne.

Umgekehrt ist Zooarchitektur wiederum an Bildern, etwa an der Landschaftsmalerei Nicolas Poussins orientiert und auch fotografische Bilder exotischer Landschaften dienen als Grundlage für die Zoogestaltung. 1907 eröffnet Carl Hagenbeck seinen spektakulären Tierpark in einem Hamburger Vorort, der für die BesucherInnen unmittelbar die Wildnis spürbar werden lässt. Die Bilder von Natur werden zu gebauten Bildern, die direkt vom Publikum physisch wahrgenommen werden können. Auch heute werden mehrstellige Millionenbeträge in naturnahe Zoogehege, naturillusionistische Zoolandschaften investiert, die die BesucherInnen zum einen ihre urbane Umgebung vergessen lassen sollen, zum anderen aber auch die Tatsache, dass sie eingesperrte Tiere beobachten.

Die Kunsthistorikerin Christina May zeichnet in ihrem Vortrag die Wechselwirkungen zwischen Bildern, Zooarchitektur und pittoresken Landschaften nach, erläutert Techniken zur Zootierhaltung, mit denen die Illusionen der freien Natur immer perfekter werden. Die inszenierte Natur des Zoos gibt schließlich Anlass, unsere eigenen Vorstellungen von Natur auf den Prüfstand zu stellen.

Tiere

Kulturwissenschaftliches Handbuch

herausgegeben von Roland Borgards 

Die Cultural Animal Studies sind ein neuer interdisziplinärer Forschungsbereich, der sich mittlerweile auch in der deutschen Wissenschaftslandschaft etabliert hat. Im Zuge eines animal turn erheben sie die Tiere zu einem zentralen Untersuchungsgegenstand der Kulturwissenschaften. Zugleich erproben sie neue Untersuchungsperspektiven, indem sie die Tiere als eigenständige Akteure in historischen und kulturellen Prozessen beschreiben. - Das Handbuch Tiere informiert über das Forschungsfeld der Cultural Animal Studies sowie über seine theoretischen und methodischen Prämissen. Es widmet sich den Tieren in Geschichte, Philosophie und Künsten und zeigt die Bedeutung der Tiere in Mythologie, Religion und Ethnologie.

Tiere schauen (Looking at Animals Looking at Us)

Der Blick des Menschen auf das Tier und vice versa Der Nachleseband zur gleichnamigen Ausstellung präsentiert in einer bebilderten Zooführung 106 Zeichnungen, Druckgrafiken, Gemälde, Fotografien und Plastiken von 36 Künstlern aus 100 Jahren von 1915 bis 2015. Dem Tafelteil sind drei Aufsätze, zwei davon als Erstausgabe, beigegeben. Sie gehen dem weit in die Kulturgeschichte zurückreichenden Frage nach, warum wir Tiere ansehen (und wie diese zurück schauen). Ein wesentliches Augenmerk gilt den Tierbetrachtungen Josef Hegenbarths: Zum einen, was seine Motivwahl und die Mittel seiner Bildgestaltung betrifft. Zum anderen beleuchtet der Aufsatz der Kunsthistorikerin  Christina Katharina May  eine These Fritz Löfflers, nach der das Tiersujet in den 30er und 40er Jahren für Hegenbarth zu einer Chiffre oder einem unverfänglichen Rücksuzgsort  wurde.

(Hegenbarth Sammlung Berlin)

Zooarchitektur

Editorial

Sabine Wolf

Schon seit Jahren ist eine grosse, internationale Revolution im Gange, die es kaum in die grossen Feuilletons schafft. Vielleicht in die Lokalteile der Zeitungen. Dabei ist Paris ebenso betroffen wie Zürich, Basel, Köln und Stuttgart, London, Wien, Barcelona und Sankt Petersburg. Und nicht nur das, im Zuge des Umbruchs ist ein hoch spezialisierter Aufgabenbereich für Landschaftsarchitekten und -planer entstanden – ohne, dass dieses Wissen an Hochschulen gelehrt wird. Es mag trivialer klingen als es ist: die Zooarchitektur. Wo Tiere in allerlei Grösse und aus vielerlei Ländern früher im Klein-Klein von Gehege an Gehege zur Schau gestellt wurden, laden heute aufwändig gestaltete und inszenierte Landschaften zum Erlebnis für die ganze Familie ein. Selten jedoch bietet sich die Chance für Neugründungen. Und so gilt es, die Anlagen zoologischer Gärten, einst errichtet in der bildungsbürgerlichen Tradition des 19. Jahrhunderts und in der Zwischenzeit meist bereits mehrfach angepasst, erneut für die gewandelten Anforderungen zu überarbeiten.

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